Schattenauge

Aus Weltentor Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Schattenauge
Schattenauge
Geschlecht männlich
Rasse Mensch
Alter 30
Schutzgott Shar
Heimat Faerûn
Beruf Schattenpriester/Schreckensnekromant
Spieler Algarond



"Und je heller Lathanders Licht auf die Welten scheint, und je lauter Ilmaters Geheule für die Jämmerlichen erklingt, desto tiefer reicht der Schatten, umso süsser erklingt die Stille der Nacht."

- Schattenauge, Priester der Dunkelheit


Inhaltsverzeichnis

Schattenauge

Auch unter anderen Identitäten bekannt, zieht Schattenauge sozusagen als Zwielichtagent der Nachtsängerin durch die Welt, sozusagen ein Sucher von Wissen, Personen und bestimmten Gegenständen. Ausgebildet in den Künsten der Täuschung, des Verbergens und des Lügens, tritt er oftmals als komplett andere Person auf um seine Ziele zu erreichen. Mord ist eher weniger sein Hobby, ein gerüttelt Maß an Gewalt kommt aber schon mal zum Einsatz.

Derzeitige aktive Identitäten: Kelrath (Fürstenborn, Hammerhütte) | Schattenauge - Priester im Tempel der Zerstörung (Dunkelbrunn)

Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit

Einige Jahre vor seinem "Portalunfall" zog er mit einer Expedition der Enklave Shar's, der er zugehörig ist, in den Unterberg unter Tiefwasser um einer Spur zu folgen. Diese Spur sollte sie zu der lange verloren geglaubten 11. Prophezeiung der Herrin in der Nacht führen. Nach mehreren Zehntagen der Suche und des Verlustes, wurden sie fündig. Die drei noch übrig gebliebenen Gläubigen fanden einen Schriftrollenbehälter, auf dem neben einigen mystischen Runen auch das heilige Symbol Shar's zu finden war. Weder Agendarc, der mächtige Hexenmeister, noch Schattenauge oder Rantemmen, der Kämpfer, waren in der Lage den Behälter zu öffnen. Also versuchte Agendarc, in einem seiner typischen Anflüge absoluter Selbstsucht, mit der Schriftrolle in der Hand fortzuteleportieren...zerschmetterte stattdessen aber an der Wand gleich neben ihm. Die Schriftrolle und einiges von Agendarc's Habseligkeiten an sich nehmend, überzeugte Schattenauge seinen letzten verbliebenen Gefährten davon, zusammen zu arbeiten. Das funktionierte tadellos, besonders als sie auf einen Gedankenschinder stiessen und Rantemmen die Flucht des Priesters deckte...durch seinen Tod, bis zu dem er auf die Hilfe seines Kameraden wartete.

Samt der Schriftrolle schaffte er die Flucht aus dem Unterberg und zurück die Enklave. Dort konnten die drei höchsten Kleriker mithilfe eines Schattenmeisters den Behälter öffnen und fanden, zu aller Enttäuschung, nicht die erhoffte Prophezeiung sondern ein Pergament mit ebenso rätselhaften wie unsinnigem Text. Nach nur einigen Mondläufen wurde die Erforschung des Schriftstücks seitens des Tempels eingestellt. Ergebnis: Der Text sei Nonsens eines wahnsinnigen Shargläubigen.

Dies konnte er einfach nicht hinnehmen, denn er glaubte fest daran eine Spur in dem Dokument zu finden. Also entschloss er sich den Tempel zu verlassen, natürlich nachdem er einige nützliche Dinge gestohlen hatte. Als nach mehreren Zehntagen immer noch keine Bestrafung seiner Herrin erfolgte, glaubte er immer fester an die Richtigkeit seines Handelns. Also richtete er sich ein kleines Versteck in einer abgelegenen Höhle ein und zog von dort aus los um verschiedenes Wissen und nützliche Gegenstände zu suchen, die ihm bei der Entschlüsselung des Textes helfen konnten.

Beinahe zwei Jahre später sollte er Erfolg haben und entschlüsselte den Text als eine Wegbeschreibung zu einem Schattentempel. Wieder ein halbes Jahr ging für die Reise in die richtige Gegend vorbei. Dann fand er die Halle und kam nach einigen Zehntagen der Untersuchung und Forschung zu dem Schluss, dass es hier vor einigen Jahrhunderten eine Schlacht gewaltigen Ausmasses gegeben haben musste. Nun, aber wo war die Prophezeiung?

Dann ging alles schief. In seinem Kopf setzte sich die Vermutung fest, dass die Gläubigen Shar's den Text durch ein Portal in eine andere Welt in Sicherheit gebracht haben mussten, und er würde ihr folgen müssen. Also zog er eine Schriftrolle des Weltenwandelns hervor und aktivierte den Zauber. Irgendwie wurde die Magie jedoch gestört und er kam in Seldaria raus.

Er weiss allerdings nicht, das was schief gelaufen ist, und vermutet die Prophezeiung irgendwo dort, und er ist fest entschlossen sie zu finden.


Shar

"Shar, oh prachtvolles Mysterium, gepriesen sei jenes, dass verborgen ist, geheiligt seien Worte, die niemals vernommen werden. Verdunkle meinen Weg und trübe die Sicht deiner Feinde, auf dass ich mich unter ihnen frei bewegen kann. Gewähre mir die Macht ihre Vorhaben zu erkennen und zu durchkreuzen. Nimm mich als deinen demütigen Diener und vergebe mir meine Verfehlungen, denn ich werde deinen Namen preisen, ohne Wort, nur durch Tat."

- Auszug aus einem privaten Gebet Schattenauges, bei der Abkehr vom Glauben an Maske und der Konvertierung zu Shar


Das Schattengewebe - Die Meisterung der Königsdisziplin

"Endlich habe ich es geschafft die Schattenmagie ohne das mühselige tägliche Lernen von Zaubersprüchen zu meistern. Dabei machte ich sogar die interessante Entdeckung, dass ich nun in der Lage bin göttliche und arkane Magie zu formen. Zwar bin ich bei der Vielfalt der Zauber etwas beschränkt, kann aber sehr viele nützliche Effekte erzeugen. Es ist perfekt. Eine exzellentes Werkzeug um die Nekromantie zu meistern. Zaubern, die Schatten, Kälte und den Tod bewirken, wohnt grosse Macht inne. Sogar Heilzauber sind möglich, die Erlernung solcher ist aber mit grossem Mühsal verbunden. Eigentlich ist dies alles sehr mühselig. Sucht man doch im Schatten nach magischen Zeichen, die sich in ihrer Färbung nur eine Nuance vom absoluten Schwarz der Schatten abheben. Man lauscht nach Worten in einer unbekannten Sprache, geflüstert und vom ewigen und hintergründigen Pfeifen des Kalten Windes, der das Gewebe ständig begleitet, kaum zu unterscheiden. Vielleicht sollte ich in das Zwielicht reisen und jemanden suchen, der mich Dinge lehren kann...? Ich werde sehen.

Ich kann die diebische Freude darüber, wie es mir erst ermöglicht wurde, die Schattenmagie auf diesem Wege für mich zu nutzen. Suchte ich zuvor noch vergebens nach Zauberbüchern und Schriftrollen, die Formeln enthielten, war es dem Zufall, dass ich im Bergkloster über ein gewisses Buch gestolpert, das zugegeben eigentlich ein uninteressantes Thema behandelt. Autor des Buches war ein Wandermönch Ilmaters namens Wilhelm und sein Werk behandelte die schwarze Magie, besser gesagt es war eine Ansammlung seiner Erkenntnisse, die er während seiner Reise sammelte. Wie dem auch sei, er brachte die Anwendung und Meisterung schwarzer Magie in einem abschliessenden Satz auf den Punkt.' 'Es sind nicht Hände die mich riefen, es ist....Begierde.'' Wie recht der gute, und inzwischen hoffentlich tote, Mann doch hatte! Ich würde ihm ja meinen Dank erweisen und etwas von meinem Gold dem Herrn der Leidenden als Opfer darbringen, aber selbstredend habe ich nicht viel für eben jenen übrig.

Sollte ich diesen Weg weiter erfolgreich beschreiten, werde ich meine Erfahrungen in einem Werk niederschreiben und etliche Exemplare davon in ganz Seldaria verstecken, auf dass andere Diener der Nachtsängerin sie finden mögen und die Macht der Herrin auf dem ganzen Kontinent einsetzen können."

Dem Priester bekannte Zauber

((Dies ist evtl. eine OOC-Hilfe. IG wird kaum einer je erfahren, welche Zauber Kelrath wirklich beherrscht.))

Grad 1 - Untote entdecken, Gesinnung verschleiern, Unsichtbarkeit gegenüber Untoten, Unheil, Verfluchen, Furcht auslösen, Magie entdecken, Kälteberührung, Leichte Wunden verursachen, Schattenschild, Wunden übertragen, Schwächestrahl, Untote beschwören I

Grad 2 - Erhaltung, Blind- und Taubheit verursachen, Untote befehligen, Dunkelheit, Todesglocke, Falsches Leben, Mittlere Wunden verursachen, Ghulhand, Erschrecken, Geisterhand, Untote beschwören II, Fallen finden

Grad 3 - Blindsicht, Tiefe Verzweiflung, Schwere Wunden verursachen, Schutz vor Todesmagie, Untote festhalten, Erschöpfungsstrahl, Mit den Toten sprechen, Vampirgriff, Untote beschwören III

Grad 4 - Tote beleben, Fluch, Massenansteckung, Magie bannen, Entkräftigung, Furcht, Kritische Wunden verursachen, Kritische Wunden heilen, Tödliches Phantom, Vergiften, Untote beschwören IV

Grad 5 - Schattenwandeln, Feuriges Blut, Mächtige Magie bannen, Niederer Verbündeter aus den Ebenen, Magisches Gefäß, Massen-leichte Wunden verursachen, Blutschwur, Schneller Tod, Tod den Untoten, Unheiligtum, Zauberresistenz, Untote beschwören V

Grad 6 - Untote beherrschen, Untote erschaffen, Auftrag, Leid, Massen-mittlere Wunden verursachen, Ruf aus den Ebenen

Die Erschaffung reinen Lebens - Eine Dokumentation über den Weg zur Beständigkeit

Der Gedanke kam...irgendwann, der Beginn sehr viel später.

Dem mehr und mehr werdenden Kontakt zum Schattengewebe und dem Untod folgte ein ihn stets begleitender Drang, wieder und wieder auf den scheinbar niemals versiegenden Fluss dunkler Möglichkeiten zurückzugreifen. Doch dies zehrte an seiner Substanz, die Schatten durchdrangen alles, sein Blut, seine Träume, seine Emotionen. Das Erbrechen und die plötzlich auftretenden Fälle von Ohnmacht waren noch seine geringsten Sorgen. Wesentlich schlimmer waren die Paranoia und die stärker werdende Empfindlichkeit gegen Sonnenlicht.

Nun, er wusste nicht wie lange er sich noch frei in dieser Welt bewegen konnte, um seine Suche nach dem verloren geglaubten Testament der Nachtsängerin fortzusetzen, also war der Zeitpunkt gekommen. Er würde sich einen Helfer erschaffen. Einen Helfer, der die entsprechenden Fähigkeiten mitbrachte, ihn bei dieser Suche zu unterstützen. Oder doch mehr ein Freund? Ein Freund, der es ihm ermöglichen konnte sich ein Stück weit zurück zu ziehen, um Kräfte zu schonen und sich mehr dem Studium der dunklen Kunst und - endlich - der Stärkung des Glaubens der Herrin der Nacht zu widmen? Er würde sehen, wie gesegnet er wirklich war...sehen, wie zufrieden sich seine Göttin mit seinen Taten zeigte.


Der Beginn - Die Vellchakjach...das Fenster in eine lichtlose Welt


Die Suche - Eine passende Entität

Die Zeit der Erholung war nun vorbei, die Kugel war erschaffen, nun wurde sie gemäß ihrer Bestimmung genutzt. Schattenauge begab sich mittels seines nun aktivem Spähbeckens in die Schatten, genauer gesagt nur sein Blick, aber das reichte aus. Auf der Suche nach einem passenden Wesen, einem Wesen voller Hinterlist und Durchtriebenheit, eines mit den Fähigkeiten ihn bei seinen Vorhaben im Verborgenen zu unterstützen.

Was war das? Ein Nachtschreiter vielleicht? In der Tat, ein Nachtschreiter....Meister der Schatten und schwerer zu finden als Jungfräulichkeit in einem Sunetempel. Welch segensreiche Nacht ihm Shar doch gewährte. An diesen würde er seinen Blick heften, er würde schon für ihn finden was er suchte...

Die Minuten wurden zu Stunden, diese zu einem Tag. Schon wähnte der Priester sein Vorhaben als gescheitert, doch plötzlich hielt er inne. War das ein natürlicher Schatten? Dort hinter dem Gebäude? Nein, aber es war...beinahe perfekt. Zumindest gut genug, dass es nicht mal der Nachtschreiter bemerkte. Schnell lenkte er seine Sicht näher an was auch immer seine Neugier geweckt hatte. Da! Es bewegte sich und zwei bernsteinfarbene Augen öffneten sich in dem Schattenwesen, so das man meinen konnte, sie sähen den Beobachter direkt an. "Du gehörst mir." dachte der Schattenhexer "Du weisst es nur noch nicht."

Die Privatarmee

Zurzeit kann Schattenauge auf die Dienste folgender, ihm zu absoluter Loyalität verpflichteter Wesen, zurückgreifen.

Zombieflugechse (als Reittier genutzt), Ghul, Grul, Zombiemensch, Zombiewolf


Nennenswerte Ereignisse

Die Pest und die Möglichkeiten, die sie bietet

"Da war sie also, die grosse Gelegenheit etwas Unheil zu verbreiten. Und diese wusste ich zu nutzen. Was war geschehen? Nun, es geschah schnell und unerwartet. Wie ein Nachtschreiter aus dem Hinterhalt schlug die Pest zu. Rasend schnell steckten sich unzählige Menschen an und begannen zu sterben. Ich suchte eine Möglichkeit Chaos im Hafen von Fürstenborn zu stiften und da kam der Schwarze Tod gerade recht. Ich befand die den Verlauf der Krankheit als zu langsam um wirklich ernsthaft Unruhe in die Städte zu bringen. Natürlich brauchte ich Hilfe um die Krankheit etwas zu....verbessern und wer wäre besser dazu geeignet als die Talonaanhänger im Tempel der dunklen Stadt? Es war so einfach, so unglaublich einfach. Sprangen die Giftmischer auf meinen Vorschlag doch an, wie ein Ork auf ein Stück Elfenfleisch. Der Schatten stehe mir bei...einfach herrlich. Also wurde schnell ein Ritual ausgeführt, an dessen Entstehung ich nicht ganz unbeteiligt war. Die Krankheit in ihrer Gesamtheit - Ansteckung, Symptome, Sterberate - verschlimmerte sich dermassen drastisch, dass die ärmlichen Schweine auf die Barrikaden gingen. Schuld sind natürlich auch die Anhänger der Talona....wer auch sonst. Unglaublich herrlich...Nachtsängerin ich danke dir....wie immer. Also hatte ich es geschafft Chaos in Fürstenborn zu verbreiten und durch einige geschickte taktische Manöver das Ansehen der Siechtumbringer zu verringern. Wenn die Dinge weiter so laufen, werde ich bald Hohepriester sein. Zuerst aber, werde ich meine ganze Kraft der Bekämpfung der Krankheit widmen, schliesslich will ich ja Ergebnisse präsentieren."

"Es ist geschafft, ich habe ein Heilmittel gegen die Pest gefunden. Ich bin mir sicher, dass es den Kranken Heilung verschafft und meinen Status in Tempel und Stadt entscheidend verbessert."


Der unbekannte Unheilstifter in der Höhle

"Seiler nennt er sich. Soso. War sein Vater ein Seilmacher oder mag er widerliche und verschlagene Kreaturen aus dem Unterreich? Oder ist er einfach nicht mehr ganz dicht? Wer weiss das schon. Auf alle Fälle stellte er sich so bei unserem ersten Treffen in der abgelegenen Höhle vor. Er wollte Böses tun - Chaos, Weltherrschaft, Untergang. Das Übliche eben. Sonderlich kreativ war er nicht, dass überlässt er wohl eher anderen. Nun, ich hatte nur zu gewinnen also stimmte ich zu. Zwei Aufgaben übernahm ich. Erstere sollte Chaos und Unruhe im Hafen der Fürstenstadt auslösen. Dieses schaffte ich, indem ich die Pest veränderte. Bei der Zweiten ging es um die Beschaffung von Informationen über einen gewissen Richard Unterfinger, Kämmerer der Stadt. Hierbei konnte ich leider nur einen Teilerfolg verbuchen und musste vor den Hauswachen fliehen. Das war es auch schon. Sonst geschieht...nichts. Zumindest nichts, von dem ich etwas mitbekommen hätte."


R'nka vnyz dra ydran'ynmj - Flüche aus der Anderswelt

"Ging ich bisher davon aus, dass es bei diesem Buch um das schlechteste Geschäft handelte, dass ich je getätigt habe, wurde ich nun eines Besseren belehrt. Zwei Zauberschriftrollen gab ich damals im Austausch für dieses Buch her...und bekam ein Sammelsurium wirrer Texte und alberner Ritualanweisungen, die ein Fünfjähriger seriöser gestaltet hätte. Nun kam aber der Tag an dem sich Gelegenheit ergab eines der weniger schädlichen Rituale auszuführen, was die Sache aber nicht einfacher gestaltete. Ich benötigte zwölf Kröten für dieses Ritual. Zwölf! Wie kam man auf so eine Idee? Und überhaupt gab es in den Neun Höllen, der Heimt des Teufelchens, dass die Rituale ersann, überhaupt Kröten? Wie auch immer, es war höllisch schwer zwölf Kröten zu fangen. Aber noch nicht genug damit. Nein, sie mussten auf zwölf kleinen hölzernen Stühlchen Platz nehmen. Nun, es dauerte einige Zeit, aber dann hatte ich alles zusammen, was man benötigte. Die acht Kerzen, der Sandsteinstaub und der Wein waren ja kein Problem gewesen. Die beiden Haarzöpfe als Fluchträger auch nicht. Da sassen sie nun also, die zwölf Kröten auf ihren zwölf hölzernen Stühlchen um den Kreis aus Symbolen, gemalt mit dem Gemisch aus Wein und Sandsteinstaub. Die Kerzen waren entzündet und die beiden persönlichen Gegenstände, ein Anhänger aus Speckstein und eine grosse Streitaxt lagen im Kreis, auf ihnen jeweils ein Zopf. So las ich dann die Worte der Beschwörung...und musste von vorne beginnen, weil ich mich erst weigerte. Hatte dieses Teufelchen doch eine Lobpreisung auf sich selbst in den rituellen Text eingebaut. Einfach lächerlich so etwas. Aber da musste ich nun durch, also vollendete ich das Ritual und formulierte für jeden Fokus den gewünschten Fluch. Dem Besitzer des Anhängers sollte grosse Ungeschicklichkeit widerfahren, dem Träger der Axt sollte sein Essen zuwider sein. Genauer gesagt sollte es sich in Granit verwandeln, sobald er darauf biss. Fertig war er. Ich liess also die Kröten wieder frei, ich bin ja schliesslich kein Unmensch, und packte die beiden Zöpfe in unterschiedliche und markierte Beutel. Nun musste ich die Sachen nur noch meinem finsteren Freund übergeben."


"Er"

Die Kälte riss ihn aus seiner Ohnmacht und gierig sog er die klare, kalte Luft in seine Lungen, was sein geschundender und geschwächter Körper mit einer Welle beissenden Schmerzes quittierte, die von Scheitel bis Sohle durch seinen Körper rollte wie eine Horde Orks, die ein Adelsbankett besuchte. Seine geschärften Sinne vernahmen das sanfte Plätschern eines nahen Baches, den typischen Geruch von Winterschnee lag in der Luft. Der Schmerz klang langsam ab und zurück blieben Erschöpfung, Kälte und...ja, was?...etwas, dass sich wie ein Loch in seinem Kopf anfühlte. Mühsam schlug Kelrath seine Augen auf, nur um sie sofort wieder zu schliessen. Wintersonne, reflektiert vom Schnee, blendete ihn, so als hätte er seit Zehntagen kein Licht mehr gesehen. Einige Zeit verstrich bis der Priester einen weiteren Versuch wagte, doch diesmal zwang er sich die Augen offenzuhalten und sich umzusehen und er sah...Felsen und Schnee. Krächzend, er hatte wohl lange nichts getrunken, machte er sich daran aufzustehen, was einige Zeit in Anspruch nahm, denn Körperkraft nannte er momentan nicht wirklich sein Eigen. Auf wackeligen Beinen wankte er mehr als er ging zu dem kleinen Bach und schöpfte sich gierig einige Hände des klaren Wassers in den Mund. Tief Luft holend wartete er bis das Wasser seine Wirkung tat, und erschrak als die Oberfläche sich beruhigte und er sich darin spiegelte. Das einst braune Haar war schlohweiss und reichte nun bis über die Schulter, die Augen tief eingefallen, das Gesicht hager. Seine Kleidung war zerissen, ebenso wie seine Haut an zahlreichen Stellen. Die Fingernägel lang und zerbrochen, die Lippen spröde. Erschöpft fiel er nach hinten, wo er unsanft auf dem Felsen landete und versuchte sich zu erinnern, was mit ihm geschehen war, doch ein schwerer Nebel lag über seinem Verstand und liess nur eine bestimmte Erinnerung frei.

Auf einen Schlag liess die Last nach. Der Druck der Gefangenschaft verschwand ebenso wie die Pein der Folter. Er spürte etwas in seinem Verstand, etwas, dass sich wie eine tiefe ausgefranste Wunde anfühlte. Er sah nichts, er hörte nichts und er spürte nichts. So lag er also da, wo auch immer er war, unfähig sich zu bewegen oder auch nur zu sprechen, eine Ewigkeit wie ihm schien. Leise Schritte durchbrachen die Stille, begleitet von einem leisen Rascheln von Kleidung und dem sachten Geräusch eines Wanderstabes, der bei jedem Schritt den Boden berührte. Die Geräusche kamen näher, bis sie plötzlich endeten. Wieder Stille, doch lange währte sie diesmal nicht. "Ich kann deinen Atem hören, du lebst also. Gut." sprach eine leise Stimme, die trotz der geringen Lautstärke wie ein Donnerhall in Kelraths Ohren klang. "Du wirst bald wieder sprechen können, die...Stasis...in der du dich befandest hat ihre Nachwirkungen. Übe dich in Geduld, ich werde wiederkommen." Wieder erklangen Schritte, diesmal entfernten sie sich jedoch. Nicht in der Lage, überhaupt irgendwas zu tun, fiel Kelrath, von Erschöpfung übermannt, in einen tiefen Schlaf. Eine nicht zu beziffernde Anzahl Stunden später erwachte er, vielmehr wurde er von neuerlichen Geräuschen geweckt. Krächzend versuchte er eine Frage zu stellen, doch zu mehr als unbestimmten Lauten, reichte es nicht. "Trink das." erklang die gleiche Stimme und er fühlte den Wasserschlauch, der ihm in die Hand gedrückt wurde. Mit Mühe setzte er sich auf und nahm einen Schluck, Wein mit Kräutern versetzt, und sank dankbar wieder zurück auf den Boden. "Ich musste dich in einen Zustand ausserhalb der Zeit versetzen, sonst wärest du jetzt tot. Glück für dich, dass ich dich fand. Du erinnerst dich nicht was geschehen ist?" Letzteres war mehr eine Feststellung als eine Frage. "Nun, kurz gesagt hatte es ein Unhold geschafft in deinen Verstand zu gelangen, sich dort festzusetzen und begonnen ihn zu verschlingen." Kelrath's Stimme war immer noch schwach und kratzend als der den Namen seiner Göttin fragend hervorbrachte. "Shar? Ich fürchte du verwechselst mich. Aber sicher willst du wissen, ob du tot bist und ihr Reich betreten hast." Eine kurze Pause folgte. "Ich sagte dir aber schon, dass ich dich gerettet habe. Aber um dich aufzuklären. Deine Magie ist fort, gegangen mit der Herrin des Verlustes. Ich sah es, als ich in deinen Verstand ging, um das Wesen zu vertreiben. Ich sah die Wunden, die er gerissen hat. Dein heiligstes Geheimnis im tiefsten Winkel deiner Seele hatte er gefunden und gelüftet. Ich verstehe etwas von Religion, und ich glaube zu verstehen, dass sich deine Göttin von die abgewandt hat." Ungläubig suchte der Priester, nein ehemalige Priester, in seinem Inneren nach der leisen, kaum zu vernehmenden Präsenz, die ihn soviele Jahre begleitet hatte und musste feststellen, dass der Fremde recht hatte. Tränen der Wut und Verzweiflung schossen aus seinen Augen, es gab keinen schwereren Verlust als diesen. Es gab keinen grösseren Genuss für Shar, die Göttin der Dunkelheit. Wieder vernahm er Schritte, die sich entfernten, Kelrath war wieder alleine. Und wieder kam der Schlaf, diesmal vor Verzweiflung und Trauer.

Wieder erwacht, spürte er sofort die Anwesenheit des Mannes, der sogleich sprach. "Die Zeit rinnt davon, wir müssen uns beeilen. Ich erzähle dir was geschehen ist, und du musst eine Entscheidung treffen." Die Kleidung des Unbekannten raschelte leise, als er sich neben Kelrath auf den Boden setzte. "Ich fand dich in der Dunkelheit und ahnte was mit dir geschehen war und entschloss mich dir zu helfen. Der Dämon, oder Unhold, konnte deinen Verstand gefangen nehmen, weil du ein Fremder auf dieser Welt bist oder vielmehr warst. Ungebunden an Erde, Licht und Dunkelheit, dem Zwielicht ein Fremder. Ich versuchte ihn zu vertreiben, doch er war schon zu tief in dir verwurzelt, hatte schon zuviel Schaden angerichtet. Also begab ich mich ebenfalls in deinen Verstand und...vernichtete das Wesen. Das mag jetzt alles absurd klingen, wenn du aber soviel erlebt hättest wie ich, würdest du es verstehen." Kurzes Schweigen setzte ein, so als würde der Fremde in vergangenen Erinnerungen schwelgen. "Um den Kampf zu gewinnen, band ich dich an diese Welt, nicht die Schatten, sondern die Welt dort draussen, den lichten Teil der Realität. Ich verweilte noch einige Zeit in deinem Verstand und erforschte ihn, sah, dass das dunkle Band zu Shar durchschnitten worden war, ebenso wie deine Verbindung zur Schattenmagie. Ehrlich gesagt bin ich darüber erleichtert, Shar bringt nur Unheil und ihre Magie dient dazu als Werkzeug." Kelrath wollte gerade mit schwacher Stimme angesichts solcher Ketzerei, Todesdrohungen ausstossen, als sein Häscher fortfuhr. "Deine Affinität zum Reich der Schatten ist allerdings etwas, dass mich beeindruckt hat, so beschloss ich, nachdem ich anfänglich Sorge hatte, ich müsse dich töten, dir einen Handel anzubieten. Die Wahl ist einfach. Ich schicke dich zurück in deine Welt, du wirst jemanden aufsuchen und tun, was er verlangt. Dich ausbilden lassen, den Weg unserer Bruderschaft beschreiten. Was du nicht mehr tun wirst ist irgendwelchen dunklen Göttern zu dienen, mit Nekromantie zu hantieren und Morde zu begehen. Du hast einen Zehntag um den zu erreichen, den du Meister nennen wirst. Tust du das nicht, oder verstösst du gegen unseren Weg...nun, dann ist dein Leben zu Ende."

Einige Tage irrte Kelrath nun durch Seldaria, ohne wirklich zu wissen was er tun sollte. Sich den Willen eines Unbekannten aufzwingen lassen? Ganz sicher nicht. Aber er hatte nicht viele Optionen. Was also tun? Seine intuitive Verbindung zu den Schatten war dahin, er sah sie nun wie jeder normale Mensch auch, ohne Leben, ohne Macht. Aber das musste nun ja nicht das Ende sein, denn er hatte eine Idee. Abrupt änderte er seine Richtung und machte sich auf in seine alte Heimat - Dunkelbrunn. Dort würde er den Tempel aufsuchen und herausfinden, ob der alte Totenbeschwörer und Hohepriester Velsharoons - Sezlamm Durathar - nur geprahlt hatte, oder ob er wirklich das Gedächtnis eines jeden lebenden Wesens ausradieren und sozusagen auf Null stellen konnte. Alle Erfahrungen, alles Wissen der letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte will er einem nehmen können. Man wird sehen.

Charaktersammlung +5

Name: Schattenauge

Rasse: Mensch
Geschlecht: männlich

Größe: 180 cm
Gewicht: 72 kg
Haarfarbe: rotbraun
Augenfarbe: grau

Geburtstag- u. Ort/Alter: 32 Jahre, geboren auf einer Inselkette nahe Tethyr
Gesinnung: Neutral Böse
Schutzgott: Shar
Beruf: Priester

Lieblings-....
Tier: Schattenmastiff
Waffe: Verstand
Gesprächspartner: Shar
Farbe: schwarz, violett
Kleidung: dunkel und nicht behindernd
Rüstung: Schattenschild
Stadt: keine
Barde: Todesfee
Zauber: Schattenwandeln, Untote beherrschen

Stärkstes besiegtes Monster: männliche Drinne
Gefährlichstes Erlebnis: Reise durch das faerunsche Unterreich
Lustigstes Erlebnis: seinen Zombie Kelemvor zu taufen
Peinlichstes Erlebnis: von Lanar und Mia im Labor des Chaos erwischt zu werden, ohne überhaupt zu wissen, wo er dort war

Beste Eigenschaft: kalt, berechnend
Schlechteste Eigenschaft: zu gnädig

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge