Elf

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Für eine Liste auf Weltentor aktiver Elfen, siehe: Elfen-Spielercharaktere

Aussehen

Kleiner als Menschen und größer als Zwerge, weisen Elfen einen sehr schlanken und feingliedrigen Körperbau auf. So sind sie um einiges schmächtiger, leichter und gewandter als Menschen oder besonders Zwerge. Üblicherweise haben sie keinen Bartwuchs oder Körperbehaarung.

Mit ihren feinen Gesichtszüge, den mandelförmigen Augen und den spitz zulaufenden Ohren werden Elfen oft als überaus schön und edel beschrieben. Ihre Sinne sind vergleichsweise um einiges feiner als bei anderen Rassen und sie nehmen dadurch ihre Umwelt intensiv wahr, was auch viel dazu beiträgt, dass sie sehr gefühlsbetonte Wesen sind.

Wesen

Was einen Elfen in seinem Leben besonders prägt, sind vor allen Dingen sein Jahrhunderte währendes Leben und das Ausleben seiner tief verwurzelten Individualität. Die Langlebigkeit lässt den Elfen genug Zeit um ihre ganz persönlichen Neugierden, ihre Wünsche und Interessen mit viel Geduld auszukosten. Sie gehen viele Projekte in ihrem Leben an und stellen ein Projekt auch mal zurück, wenn für sie etwas interessanteres dazwischen kommt, um es dann später wieder aufzugreifen. Was bedeutet denn schon ein Jahrzehnt oder zwei? Ihr Leben ist einfach nicht kurz genug um sich über Eile den Kopf zu zerbrechen. Und es bleibt auch immer die Zeit, an einem schönen Tag einfach nur auf einer Wiese zu liegen und die Natur zu geniessen.

Zu der langen Lebensspanne kommt noch hinzu, dass Elfen nur 4 Stunden am Tag ruhen. Dabei schlafen sie nicht wie Menschen, sondern begeben sich in die sogenannte Traumruhe - einer Art Trance-Zustand. In dieser Zeitspanne durchleben sie alle ihre Erinnerungen, wie wenn sie diese nochmals erleben würden. So kann sich ein Elf auch an einer vor ein paar Jahren zurückgestellten Sache erfreuen oder gemachte Erfahrungen wieder geniessen. Und so verfolgt ein Elf in erster Linie in seinem Leben die Dinge, welche ihm Freude bereiten und seinen individuellen Neigungen entsprechen. Dies alles führt zu einer enorm gefestigten Persönlichkeit und lässt einen jeden Elfen genau wissen, was seine Stärken und Schwächen sind. Viele Elfen sehen es gar als Pflicht gegenüber sich selbst, ihr eigenes Wesen zu erforschen und die eigene Seele auf tiefste kennen zu lernen.

Die Geduld und Gelassenheit vieler Elfen äußerst sich auch darin, dass sie nicht so schnell zu verärgern sind, wie Angehörige anderer Völker. Jedoch dauert es ebenso lange, bis sie es vergessen, wenn ihnen Leid zugefügt wurde. Elfen sind nicht unbedingt friedfertiger als andere Völker, doch wird die Notwendigkeit für einen Kampf vorher gut abgewogen. Allgemein schließen sie aufgrund ihrer Lebensspanne nur sehr langsam Freundschaften, insbesondere mit Nicht-Elfen. Doch einmal eingegangene Beziehungen halten oft ein ganzes Elfenleben lang.

Elfen erfreuen sich sehr an kunstvollen und poetischen Dingen. Besonders an jenen Dingen, welche genauso wie sie selber die Zeit überstehen, wie z.B. Lieder, Musik, Poesie, Schmuck, Bilderhauerei, Architektur oder das größte und zeitloseste aller Kunstwerke: die Natur. Ebenso ist die Kunstfertigkeit einer Person hoch angesehen. Dies schließt aber nicht nur schaffende Künste ein, sondern auch Dinge wie Tanz, Schauspielerei, Schwertkampf, Bogenschießen oder die Magie als eine der größten Künste. Für einen Elfen ist es eine Freude, seine Begabung in jahrelanger Geduld zu perfektionieren und die daraus entstanden Kunstwerke oder Fertigkeiten werden bei allen Völkern hoch geschätzt - und es kommt nicht von ungefähr, dass die Elfen auch das "Hohe Volk" genannt werden.

Ein einzelner Elf hat sich in seinem Leben oft vierlei unterschiedliche Fähigkeiten angeeignet, und ein jeder erlernt den Umgang mit Schwert und Bogen, da sich das Elfenvolk mit ihrer niedrigen Geburtenrate gegen die Widrigkeiten anderer Wesen verteidigen muss.

Stark ist auch ihr Glaube an die Götter, aus denen sie gemäß ihrer Schöpfungsgeschichte direkt geformt wurden. Sie erklären sich damit auch ihre körperlichen sowie geistigen Merkmale, und dass die Magie ihr Volk stark durchströmt. Viele Elfen werden Magier, und nicht wenige Priester ihrer Gottheiten.

Die meisten Elfen geben sich selten mit Angehörigen anderer Rassen ab, obschon sie sie nicht hassen oder verachten - also zumindest der Großteil der Elfen nicht. Die Hauptfeinde der Elfen sind jedoch die Orks und Drow, was sich aus ihrer Geschichte erklärt. Elfen wirken dennoch oft arrogant und hochmütig auf Nichtelfen. Dieses Vorurteil beginnt wohl schon damit, dass Elfen sich selbst "das Volk" nennen und alle anderen als "Nicht-Volk" bezeichnen. Weiterhin mag der eine oder andere Nicht-Elf schon zu spüren bekommen haben, dass Elfen dazu neigen, sie als noch sehr unerfahren und lernbedürftig anzusehen. Oder er wurde womöglich auch schon fast ein wenig amüsiert belächelt. Innerhalb der Elfenvölker findet man jedoch Abstufungen: Einige gelten als recht offen den anderen Völkern gegenüber, andere lassen sich kaum herab mit Nicht-Elfen zu sprechen. Diese Vorurteile mögen also nicht auf jeden Elfen zutreffen, aber sie prägen wohl durchaus das gesamte Bild, das andere Rassenangehörige von Elfen haben.

Gesellschaft

Es gibt nichts, was Elfen so wichtig wäre wie die Gefühle und Anliegen der einzelnen Person. Die ganze Gesellschaft und elfischen Gesetze sind danach ausgerichtet, dass jeder Elf das Recht besitzt, so glücklich zu werden, wie er es sein möchte - solange dabei keine anderen Elfen Schaden nehmen. Andererseits ist den Elfen ihre Gemeinschaft außerordentlich wichtig, weil sie begreifen, dass ihr Leben ärmer wäre ohne die anderen. So versuchen Elfen stets ihre eigenen Bedürfnisse mit denen der Gemeinschaft auszubalancieren, weil sie die Wichtigkeit des Zusammenlebens einsehen. Ohne die Gemeinschaft kann ein Elf seinen eigenen Bedürfnissen nicht nachgehen (ohne sich um alles sorgen zu müssen), aber ohne das Bewusstsein seiner eigenen Fähigkeiten kann er zu der Gemeinschaft nichts beitragen. Ein Elf macht sich wahrlich individuell ohne jegliche Spur von Selbstsucht.

Es gibt nur wenige elfische Gesetze und es gibt kaum Zwänge oder Vorschriften. Die Gesetze, die es gibt, wirken jedoch auf Nicht-Elfen manchmal befremdlich. So gehen viele Elfen davon aus, dass ein Schuldiger seine Tat im vollen Bewusstsein der Konsequenzen begangen hat. Der Begriff der Gnade ist vielen Elfenkulturen daher eher fremd. Auch von Lügen oder falschen Schmeicheleien lassen sich Elfen nur schwer beeindrucken.

Die Gemeinschaft besteht meistens aus einem oder mehreren sogenannten Häusern. Dabei ist die Blutlinie oder -verwandschaft nur nebensächlich: möchte sich ein Elf einem Haus anschliessen so ist er in der Regel gerne willkommen. Geordnete Hierarchien sucht man in diesen elfischen Gemeinschaften meist vergeblich. In einer bestimmten Sache vertrauen Elfen immer auf denjenigen in ihrer Mitte, welcher die meiste Erfahrung und die größte Kompetenz auf jenem Gebiet aufweist. Es ergibt sich von selbst, dass die älteren Elfen, mit ihrer jahrhundertlangen Erfahrung, oftmals die größte Weisheit und das tiefste Wissen in ihren Fähigkeiten aufweisen und ihnen am meisten Gehör geschenkt wird - was aber jüngere Elfen nicht ausschließt, so sie denn das Vertrauen gewinnen können. Und so kann die Führung der Gemeinschaft je nach Situation von einem Elfen zum anderen übergehen, um dann später wieder zurückzuwandern. Mit dieser Eigenschaft verwirren Elfen oftmals andere Rassen. So werden einem Menschen, der nach dem Herrscher fragt, oftmals fünf oder sechs verschiedene Namen genannt, je nach seinen Anliegen.

Dabei sind die Geschlechter durch das Band verteilt und sie spielen in gesellschaftlicher Hinsicht keine Rolle. Ebenso sind Elfen sehr offen was körperliche Zuneigungen angeht und Intimitäten werden oftmals nach Lust und Laune freizügig ausgetauscht.

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