Drow
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Um die Dunkelelfen ranken sich viele Legenden und die meisten davon sind düster und abschreckend, sie gelten gewisserweise als der Inbegriff eines bösen und verschlagenen Wesens - blutdürstend und unberechenbar. Man fürchtet sie zurecht, denn sie haben in den Reichen schon viel Unheil angerichtet; geradezu legendär ist dabei ihr Hass und der ewige Kampf gegen ihre hellhäutigen Verwandten: die Oberflächenelfen.
In Seldaria sind die Drow etwas anders organisiert, als auf Faerûn zum Beispiel. Darum ist der letzte Absatz nicht gerade unwichtig für Drowspieler.
Für eine Liste auf Weltentor aktiver Drow, siehe: Drow-Spielercharaktere
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Namen und Sprache
Der Eigenname "Drow" der Rasse bedeutet eigentlich nichts anderes als "Verräter" und ist ein Lehnswort aus dem Elfischen. Obwohl sich die meisten nicht dieses Umstandes bewusst sind, ist es wohl die gängigste Bezeichnung für die Dunkelelfen. Sie selbst nennen sich stolz die Ilythiiri und verwenden die Sprache De'Shineth, die sich aus der Sprache der Tel'Quessir, der Oberflächenelfen, entwickelt hat; doch ist dieser später entstandene Akzent für diejenigen nicht verständlich, die die Sprache der Elfen beherrschen. Das De'Shineth klingt für den Hörer arhythmisch und duster, viele Konsonanten prallen aufeinander und werden oft apostrophiert oder durch Diphthonge in ihrem Klang verändert. In dieser Sprache lassen sich einige Dinge nur bedingt oder gar nicht ausdrücken. Es gibt kein wirkliches Wort für "Liebe", allerdings sicher einige Dutzende für "Hass" und "Tod" mit feinen Unterschieden in der Bedeutung. Zusätzlich zu der gesprochenen Sprache, entwickelten die Drow noch eine eigene Zeichensprache, mit der sie sich stumm verständigen können. Man sagt, dass nur die feingliedrigen elfischen Hände sie ausführen können. Man kann sie nur über viele Jahre der Übung hinweg lernen und sich die grundsätzlichen Bewegungsmuster verinnerlichen, so kennzeichnet zum Beispiel das Hochschnellen des linken Daumens die Formulierung einer Frage. Die Namen der Drow setzen sich in den allermeisten Fällen aus einzelnen Silben des De'Shineth zusammen und ergeben so einen übersetzbaren Namen.
Gesellschaft
Die Gesellschaft der Drow ist ebenso streng hierarchisch wie gnadenlos. Es ist ein ständiger Kampf um Macht und ums Überleben, in dem noch niemandem etwas geschenkt wurde. Es ist ein Wetteifern um den absoluten Sieg; dabei sind Verrat und Intrigen an der Tagesordnung. Unterstützt durch viele gebrochene Sklaven werden oft verlustreiche Hauskämpfe geführt, die dazu dienen Rache zu nehmen, ein Exempel zu statuieren oder auch um sich im Ansehen der Stadt insgesamt zu verbessern. Dabei gilt: Wer heute noch alle Macht inne hat, kann morgen schon auf einem Opfer-Altar enden. Das Leben ist unbeständig und gefährlich, strenge Rangfolgen täuschen nur oberflächlich über das zumeist tief chaotische Wesen der Drow hinweg. In den allermeisten Fällen sind die Strukturen von einem Matriarchat geprägt, als Mann ist man nicht allzu viel Wert und hat sich den Frauen unterzuordnen. Ungehorsam wird hart bestraft und gerade in der Folterkunst sind die Drow ausgesprochen phantasievoll. Foltermeister, Giftmischer und Sklaventreiber sind sogar äußerst angesehene Stellungen, wenn man sie gegenüber der harten Konkurrenz verteidigen kann.
Erscheinungsbild
Die Drow sind typisch elfisch schmächtig und filigran gebaut, sind dabei aber noch ein ganzes Stück kleiner als ihre Verwandten an der Oberfläche. Die weiblichen Drow erreichen eine Höchstgröße von 1,65 m, die männlichen sind noch kleiner und weniger kräftig, jedoch mindestens 1,35 m groß. Sie alle zeichnen sich durch ihre dunkle Haut aus, oft in einem schwarz wie Obsidian oder Opal, aber auch hellere Schattierungen sind möglich, je nach Herkunft und Reinblütigkeit. Ihre Haare sind weiß oder silbrig, im Alter bekommt das Haar der männlichen Drow einen Gelbstich, während das der Frauen leicht gräulich wird. Die Augen sind milchig weiß und haben dann oft rötliche Schattierungen, seltener sind purpur, violett oder bernstein. Sowohl von den Gesichtszügen her, als auch vom generellen Körperbau her, kann man sie aber zweifelsohne als Elfen identifizieren. Das Erscheinungsbild spielt in der Gesellschaft eine wichtige Rolle und so kleiden sie sich manchmal zweckmäßig dunkel, tragen aber ansonsten auch gerne hübsche und freizügige Kleidung.
Wesenzüge
Man kann wohl ohne zu übertreiben behaupten, dass die Drow eine böse Rasse sind und sie kennen kaum Freundschaft, es sei denn aus Zweckmäßigkeit, leben ohne Mitleid oder andere warme Empfindungen. Nur selten kommt es vor, dass ein Dunkelelf von diesem Schema abweicht; wer zu viel Weichherzigkeit besitzt, fällt schon bald aus dem Rahmen und wird zu einem Ausgestoßenen. Skrupellosigkeit wird vorausgesetzt und gilt sogar als schick und gesellschaftsfähig. Verrat wird erwartet und in Pläne einkalkuliert, man kann sich wohl keinerlei Loyalität sicher sein, wenn es die Möglichkeit gibt, sich selbst voran zu bringen und womöglich einen unliebsamen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Schiere Machtdemonstrationen sind ebenso üblich wie Anschläge von Meuchelmördern. Dabei empfinden die Drow ihre Lebensweise als gut und richtig, sie sind stolz auf ihre Art und betonen immer wieder, dass durch diese Art der natürlichen Auslese ihr Volk nicht verweichlicht, sondern dauerhaft erstarkt. Die meisten Drow sind zudem eitel, stolz und äußerst ambitioniert. Ihre Pläne erfordern oft viele Jahrzehnte der Geduld und des sorgsamen Planens, angepasst an ihre lange Lebensspanne, die in fast allen Fällen vor dem natürlichen Ablaufen gewaltsam endet.
Magie
Die Drow sind in Leib und Seele von Magie durchdrungen, sie alle verfügen über die Fähigkeit einige zauberähnliche Fähigkeiten zu wirken, selbst wenn es sich um schwer gerüstete Kämpfer handeln sollte. Diese umfassen eine magische Kugel der Dunkelheit und auch die sogenannten Feenfeuer und tanzenden Lichter. Mit diesen Fähigkeiten können sie niemanden direkt verletzen, allerdings können sie damit durchaus für Ablenkung und Verwirrung sorgen. Die Magie und das Beherrschen dieser Kraft sind in der Gesellschaft hoch angesehen, doch gehört es auch schon zum alltäglichen Bild sie einzusetzen, beispielsweise schmücken permanente Feenfeuer oft die Häuser der Adligen. Auch besitzen sie oft viele Artefakte, typisch sind ihre verzauberten Adamatit-Waffen und die sogenannten Piwafwi. Ihre Waffen tragen sie jedoch nur unter besonderen Schutzvorkehrungen an die Oberfläche, da diese Waffen langsam zersetzen, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Im Unterreich gibt es sogenannte Noden: Punkte wo die Magie, die auch als Faerz'ress bezeichnet wird, besonders stark ist. Viele Geheimnisse der Magie haben die Drow aus anderen Ebenen gelernt, so zum Beispiel pflegen sie es, regelmäßig Dämonen zu beschwören und sie in ihre Dienste zu zwingen. Durch die generationenlangen ständigen Berührungen mit den magischen Kräften haben sie eine natürliche Resistenz entwickelt.
Lebensraum
Die allermeisten Drow leben in den Tiefen des mittleren Unterreiches, oft in größeren Städten. Dort leben sie in der Nachbarschaft der Dunkelzwerge (Duergar) und der Tiefengnome (Svirfneblin), stets im Krieg mit sich selbst und allen anderen; besonders häufig gibt es Konflikte mit anderen intelligenten Rassen des Unterreiches, zum Beispiel den Illithiden und den Beholdern.
Ihre Städte zeigen sich in einer dunklen, magisch erstrahlenden Pracht, besonders die schwer gesicherten Anwesen der Adligen sind schlichtweg atemberaubend anzusehen. Als Wohnstätten dienen vor allem Steinhäuser, sowie ausgehöhlte Stalaktiten und Stalakmiten, da es so gut wie kein Holz im Unterreich gibt, außer jenes von einigen Pilzen. Für ihre Versorgung züchten sie Herden von Rothé, des typischen Unterreich-Rindes, deren Fleisch roh verzehrt wird. Ansonsten gibt es noch Pilzfelder, die ihnen eine Nahrungsquelle bieten.
In den typischen Drow-Städten sind die meisten Angehörigen anderer Rassen Sklaven, darunter finden sich: Menschen, Goblins, Grottenschrate, Oger und viele andere Wesen.
In jeder größeren Stadt gibt es auch Akademien, genannt seien hier Melee-Magthere (die Kriegerschule), Sorcere (Turm der Magier) und Arach-Tinilith, der Tempel, so es sich um eine Stadt handelt, in der der Glaube an Lolth vorherrscht.
Bekannte Städte sind Ched Nasad, die Stadt der schimmernden Netze, welche während der Zeit von Lolth's Schweigen von Tanarukk und Duergar zerstört wurde; Menzoberranzan, Eryndlyn und Sshamath, die Stadt der Magier.
Freizeit/Vergnügen
Man sollte meinen, dass die Drow in all ihren Kämpfen, Intrigen und Racheplänen wenig Energie für Freizeit und Vergnügen aufbringen können, doch das Gegenteil ist der Fall: sie genießen ihr Dasein und versüßen es sich mit allerlei gesellschaftlichen Vergnügungen. Beliebt ist zum Beispiel das zu zweit spielbare Gesellschaftsspiel Sava, bei dem taktisches Denken gefragt ist (ähnlich wie bei einem Schach-Spiel). Ansonsten frönen sie bei Massagen, Arenakämpfen, erotischen Spielen und bei Tänzen ihrem Vergnügen. Der Tanz zeigt sich sehr individuell, zu Trommeln werden verschiedene Rhythmen angeschlagen und wer die schnellen Tempi-Wechel nicht elegant genug mitmacht, der wird vom Feenfeuer eines extra dafür beschäftigten Magiers beleuchtet und muss die Tanzfläche verlassen bis zum nächsten Lied. Auch hier zeigt sich wieder der ehrgeizige Wettkampf-Charakter der Dunkelelfen.
Die Drow Seldarias
Bitte beachtet folgendes: Auch wenn die Dunkelelfen eine besondere Rasse darstellen, die eine starke Tendenz zum Bösen, zu Verrat und Intrigen aufweisen, soll das Rollenspiel untereinander nicht nur aus diesen Elementen bestehen. Um einen fairen Spielspaß für alle gewährleisten zu können, ist es wichtig, dass jedem Charakter bewusst ist, dass der Zusammenhalt mit den anderen Drow sein/ihr Überleben sichert.
Es geht also auch darum, dass man mehr zusammen arbeitet, als man es vielleicht von anderen Servern gewohnt ist. Die Drow sind in Seldaria eine absolute Minderheit. Ihre Zahl hat noch nie die Grenze von 50 überschritten, eher sind es einmal 20. Daher existiert keine reine Drowstadt, im Gegensatz zur Heimat der meisten Drow. Man muss sich etwas anpassen, mit Menschen und Düsterbälgern zusammen arbeiten. Isolation führt zu keinem wünschenswerten Ergebnis, denn alleine kann man einfach zu wenig erreichen. Darum haben die Drow sich Dunkelbrunn, einer Stadt der Menschen und Düsterbälger angeschlossen. Ansonsten wäre das Volk der Drow in Seldaria dem Untergang geweiht.
Die Enklave Dunkelbrunns
In Dunkelbrunn haben sich die meisten Drow Seldarias versammelt. Es ist eine Art Drowhaus, nur mit einer vollkommen anderen Struktur. Es wird erwartet, dass man Aufgaben erledigt für die Drow, die dann von der Führung bezahlt werden. Dafür muss man allerdings auch für seine Nahrung und die Unterkunft in der Enklave Ser d'lil Vhaid bezahlen. Wer sich also nicht der Führung ergeben will, muss nur von woanders genug Silber aufbringen, um zu überleben... oder muss es eben in der Gosse versuchen. Durch einige Machtwechsel, die in Dunkelbrunn oft passieren hat sich auch die Führung in der Enklave der Drow verändert. Die Enklave wird zur Zeit durch ein Triumvirat geleitet, bestehend aus drei einflussreichen Drow: Jadiira Fyvrek'Zek, Q'arlurn Rylnarn und Valen Telfuin.