1381-02-20 - Rettung der Fürstin
Aus Weltentor Wiki
Aus dem gedanklichen Tagebuch von Rauvyl
Die Errettung der Fürstin
- Ah, ja... ich erinnere mich noch genau daran. In Fürstenborn herrschte mal wieder Ärger, natürlich nur unter der Oberfläche, unter der Fassade des guten. Durch die Leute von der Münze habe ich erfahren, dass es augenscheinlich so war, dass die Fürstin entführt wurde, ausgetauscht durch ihre Zwillingsschwester, welche eigentlich im Exil leben sollte. Das hatte man eben davon, wenn man die Leute nur ins Exil schickte, anstatt sie anständig zu beseitigen... man hat nur Ärger damit. Jedenfalls hatten die Paladine vom Eisernen Turm da scheinbar ihre Finger im Spiel. Eine uneinnehmbare Festung. Aber... ich kannte ja einen kleinen, geheimen Weg, durch das Unterreich in diese Festung... ich habe damals Eisenerz gestohlen, damit wir in Dunkelbrunn ein wenig etwas davon hatten. Jaja, ich war schon damals Einfallsreich. Mit einer kleinen, gut geschulten Gruppe, sollte es also möglich sein, in den Turm einzudringen, und die Fürstin zu retten. Insbesondere, wenn die Hammerhütteraner und Fürstenborner draußen, vor dem Tor, ein wenig selbstmörderisch (oder, wie sie es nannten: Heldenhaft) für eine Ablenkung sorgten. Wirklich eine großartige Idee, in der Theorie.
- In der Praxis sah es so aus, dass Parat leider den halben Drachenmondorden und Meree, die Nase, mitbringen musste. Erstere waren im Unterreich so nützlich wie ein Beinloser beim Klettern, erstere war einfach nur nervig wie ein Kind... naja, bei einem Einbruch. Der Vorteil war allerdings, dass auf dem Kopf des Anführers des Drachenmondordens ein Kopfgold von einhundert Hellern ausgesetzt war. Das konnte man sich nun wirklich... nicht entgehen lassen, nicht wahr? Darum habe ich den "Auftrag" dennoch angenommen.
- So war es an mir und Q'arlurn, die Bande durch das Unterreich zu führen, bis zu der Stelle, an dem wir in den Eisenturm eindringen konnten. Es war nicht ungefährlich, besonders mit diesen Trampeln dabei, obwohl ich ihnen klar gemacht habe, dass ich sie eher im Stich lassen werde, als mit ihnen zu diskutieren. So lange wir unter der Erde waren, hatte ich das Kommando, denn davon hing das Leben aller Anwesenden ab. Tatsächlich konnten wir das Ziel ohne großen Zwischenfälle erreichen. Q'arlurn öffnete den Durchgang im Felsen mit seiner Magie, und wir traten in die Mine ein. Das Ablenkungsmanöver an der Oberfläche war scheinbar schon im vollen Gange, denn es war alles leer und verlassen. Ohne großen Probleme konnten wir in die höhere Ebene vor dringen... und tatsächlich das kleine Kind, welches die Fürstin von Fürstenborn war, retten. Das kleine Ding war wohl ganz fasziniert von Sarah, denn es bleibt die ganze Zeit bei ihr hängen. Ich schätze, sie würde eine gute Mutter abgeben. Eh... egal.
- Schließlich wurden wir leider doch bemerkt, als eine Verstärkung von weiter oben hinaus wollte, um den Soldaten dort zu helfen. Wir rannten so schnell wir konnten durch den Ausgang. Kendric, der Anführer des Drachenmondordens, wollte natürlich den Helden spielen, und zuletzt gehen. Wie überaus praktisch... ich ließ Q'arlurn den Zugang verschließen, bevor er mit uns fliehen konnte. Wirklich tragisch. Leider blieb ihm der Heldentod verwehrt, die Paladine des Eisernen Turmes sind auch nicht mehr, was sie mal waren. Er konnte irgendwie... entkommen. Und die Fürstin war gerettet. Schade nur, dass ich keinen Eintrag auf der Plakette bekommen habe dafür. Aber wer weiß... vielleicht kann man das einmal ändern...