1379-08-22 - Suche nach einer Höhle

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== Tagebucheintrag von Kristos Mios ==
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"Ich hasse so etwas. Ich meine, war es denn zu viel verlangt? War es das?" Er schüttelte den Kopf, atmete tief durch, ehe er den Kopf hob. "Weißt du, eigentlich sollte es ganz einfach werden. Ein Edelstein, irgendwo in einer Höhle, am Strand. Ist doch wirklich nichts Aufsehenerregendes, oder irre ich mich?" Langsam stand er auf, drehte sich Richtung des Lichtes, das die Dunkelheit im Zaum hielt. "Und doch muss ich jetzt vielleicht froh sein, noch am Leben zu sein? Mus ich das? Ich meine, wir waren wie viele ... 10? 11? das kann doch nicht wahr sein, oder?" Die Resignation in seiner Stimme wurde langsam von seiner Wut verdrängt. "Dass kann doch nicht wahr sein, dass so einfache Dinge zu einer Frage des Überlebens werden?" Schlagartig wendete er sich um. Sein Blick suchte den Blick des anderen. Wie er dort saß. Steif und starr, der Blick immer geradeaus. Halb im Dunkel. Ohne jede Regung. Als würde er kein Wort verstehen. Jämmerlich irgendwie. "Du hast keine Ahnung, wovon ich rede, nicht wahr? Nicht die geringste, oder? Wir trafen uns in Weilersbach, wollten den Klippen entlang gehen um die Höhle am Strand zu suchen. Die Höhle, die den Schrein beherbergte. In einem Buch hatte ich davon erfahren. Berichte von irgendwelchen Wanderern und Abenteuerern. Es war schwer, das Wissenswerte vom dem Schwachsinn zu trennen, der in den Berichten steckte. Du fragst jetzt sicher: Warum habe ich diesen Schrein gesucht? Nun, der Schrein war mir egal. Es ging mir um den Edelstein, der dort verwahrt wurde. Es war einer der fünf Edelsteine, die den Zugang zu den Skeletthöhlen beim Steinbruch ... nun.. regeln konnten. Aber, du warst ja dabei damals, du weißt doch, wovon ich rede, oder?" Er seufzte, wendete sich wieder vom anderen ab, trat näher zum Licht und versuchte hinaus zu blicken. In der Ferne glaubte er eine Grille zirpen zu hören. Er seufzte. "Ja, wo war ich? Ach, die Expedition. 10 Heller verlangten sie. Wert waren sie aber nicht einmal die Hälfte. Die einen stürzten sich Lebensmüde in die Gefahr, die anderen nahmen Reißaus, sobald es gefährlich wurde. Und alles nur, wegen dieser Drow. Ich hätte es wissen müssen. Manchmal vergesse ich, was sie ist, und woher sie stammt. Es ist doch ihre Natur, nicht wahr?" Er seufzte. Er wusste, auch ohne sich umzudrehen, dass der andere kein Wort verstand, sondern nur weiter geradeaus blickte. "Also, ich war wohl zu schnell. Wir hatten uns getroffen, in Weilersbach. Waren dann nach einem kurzen Irrweg auf den richtigen Weg gekommen. Meree Leisefuß führte uns. Unterwegs trafen wir die Drow. Sie hatte sich vermummt, ich stellte sie als Romanda vor, eine Zigeunerin aus Hammerhütte, die wegen ihres Glaubens keine Haut zeigen durfte. Die Leute glaubten es, auch die Elfen, die dabei waren....Es schien perfekt" Er machte eine kurze Pause, ehe er weitersprach. "... Jedenfalls fanden wir die Höhle. Sie war voller Echsen. Schuppenwesen." Er lachte. Schuppenwesen. Irgendwie sogar verwandte Seelen. Er hatte fast sogar ein schlechtes Gewissen gehabt, sie zu töten. Wenn er etwas gläubiger gewesen wäre... aber es war, wie es war. Wäre sie noch am Leben... aber das war sie nicht... Er versuchte sich diesen Gedanken aus dem Kopf zu schütteln. Wo war er stehengeblieben? Richtig... die Echsen. "Wir metzelten uns durch ihre Reihen, fanden den Schrein, fanden einen Weg den Edelstein zu bergen, trotz der Fallen, die das verhindern wollten. Und eigentlich wollten wir schon gehen. Aber diese Drow. Sie musste ja unbedingt wieder auffallen. Was, bei den Drachen der Vorzeit, trieb sie dazu, den Elf zu packen, ins Unterreich zu zerren und abzustechen? Gute Güte, wenn sie wenigstens erfolgreich gewesen wäre. Aber nicht einmal das. Jetzt war dieser dumme, dreimal verfluchte Elf nur verletzt. Und der andere Elf und der Zwerg und... die anderen mussten jetzt unbedingt Helden und Retter spielen. Als wäre es nicht gefährlich genug. Nein. sie mussten alle Echsen im Umkreis auf uns aufmerksam machen. Und als wäre das nicht genug? Die anderen in der Gruppe gingen einfach nach draußen. Wollten davon nichts wissen. VERFLUCHT!" Jetzt war er richtig wütend. Es brodelte so richtig in ihm. "WARUM KANN NICHT ALLES SO GEHEN, WIE ICH ES MIR VORSTELLE? kann nicht einmal alles nach Plan ablaufen?" Er blickte ihm direkt ins Gesicht... Wenn Blicke töten könnten.... aber das konnten sie ja nicht. Langsam beruhigte er sich wieder. "Ich meine. Eigentlich kann ich sie sogar verstehen. Eigentlich... Warum bin ich geblieben? Warum? Sag mir das... warum bin ich nicht gegangen? Nein, ich musste bleiben. Mein Leben riskieren. Verdammt. Ich bin kein Held. Wolle nie einer sein. Ich hatte den sTein, hatte alles, was ich brauchte. Aber ich ging nicht. Nein, ich wartete, bis die Elfen gerettet waren, deckte den Rückzug. Ich wäre fast gestorben. Ein Beil sauste nur knapp an mir vorbei. ICH HÄTTE STERBEN KÖNNEN" Er blickte fassungslos... Atmete mehrmals durch. "Aber ich bin es nicht. Den Göttern sei dank." Leise begann er zu schluchzen, vergrub sein Gesicht in den Händen. "bei den Göttern... ich hätte sterben können... warum bin ich geblieben? Warum nur?" Tränen rannen ihm das Gesicht herab, er hockte sich auf den Boden. Schweigen erfüllte den Raum. Nur unterbrochen von einigen leisen Schluchzen. Nach einer Weile blickte er zu Dorns Leiche. Wie sie ihn ansah, aus den kalten toten Augen. Grässlich dieser Anblick der halb durchgefrorenen Leiche. Darunter ein kleiner See aus Schmelzwasser. Das Eis hatte ihn gut geschützt bisher, doch es wurde Zeit, dass er wieder zum Leben erwacht. Lange würde es nicht mehr dauern und er würde aufgetaut sein. Dann würden die Würmer kommen, und langsam seinen Leib zersetzen. Die toten Augen blickten auf Kristos, seine Lippen schienen ihn anzulächeln. Als würde er etwas sagen: "Aber du bist nicht Tot, Kristos. Du lebst. ... Du lebst ... "

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