1379-08-01 - Das Ende eines Dornenweges?

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Die Wächterin
Der Wächter
Das Opfer
Das Ende...?

Die Zeit des Neumondes war gekommen... Die rechte Zeit den Kruschinkataka zu opfern, um Ghaunadaur, dem Herr des Wahnsinns und der Schleime in diese Welt zu holen, auf dass er alles verschlang, was sich ihm in den Weg stellte... um hier zu herrschen... und alles zu vernichten, was sich nicht beugen wollte.

Große Zeichen hatte Das Ältere Auge ihnen geschickt, der Gott des Elementaren Bösen. Schleime waren aufgetaucht, aus den tiefsten Tiefen des Unterreichs. Willenlos, geistlos, haben sie sich der Klerikerin Yas unterworfen, und wachten über den alten Ameisenbau. Grünliches Gas trat überall aus, und Schleim legte sich über alles und jenen. Dorns Waffe selbst schien Schleim und Säure abzusondern, seine Kräfte wuchsen selbst über das Maß der Kraft hinaus, die ihm sein Gott sonst schenkte, für die Opfer, die er ihm täglich übergab. Und aus den Tiefen des Abyss kamen sie, die Kreaturen, die Dämonen, um sich vor Yas zu verbeugen, und über das Ritual zu wachen.

Eine Belibith, eine Jägerdämonin, ward ausgesandt, um alles zu vernichten, was versuchen sollte, das Ritual aufzuhalten.

Dorn selbst stand bereit, um als letzte Bastion selbst die aufzuhalten, die das unmögliche schaffen sollten, und den Dämon überwanden.

Das Ritual begann. Düstere Gesänge wurden aufgenommen, wie damals auf der Insel, tief in den schleimigen Katakomben. Eine Sprache, die nicht für des Menschen Ohren gedacht war. Eine Sprache, die nicht für des Menschen Zunge gedacht war. Und doch waren es Menschen, die diese Worte formten, und doch waren auch Menschen, die diese Worte hörten, die Zeuge dessen wurden, was geschehen sollte. Beißender Geruch von Säure in der Luft. Als ob sie verdampft worden wäre, und nun einfach in der Luft lag. Es brannte in den Lungen. Es brannte in den Augen. Es brannte in der Nase, den Mund, und überall. Aber die beiden von Donnerfurt waren es gewohnt. Hatten in solch einer Umgebung schon oft an Ritualen teilgenommen.

Der Schleim tropfte von den Wänden... Säure tropfte vom Kriegshammer... tropfte vom Streitflegel... Sarin Adjobar war schon lange ohnmächtig geworden, eine Gnade... als ob sein Glauben und seine Tugendhaftigkeit schützen würde vor dem Wahnsinn, der hier zu sehen war. Doch seine Ruhe war unruhig... wie im Fiebertraum. Er stöhnte immer wieder, schwitzte, seine Augenlider zuckten. Wie lange hatten sie ihn gefoltert... wie lange war es gewesen? Immer wieder geheilt durch die Macht von Yas, hatte er lange durchgehalten, hatte immer wieder widerstanden. Dorn war beeidnruckt, von so viel Willen es durchzustehen... so viel Willen hatte er selbst nicht besessen, als er in der selben Lage war. Nur dass er, Dorn von Donnerfurt, nicht der Kruschinkata war, sondern nur ein simples Opfer. Zehntage lang... doch nun sollte seine Zeit kommen. Nicht freiwillig, nicht aus eigenen Willen, nein. Nein, dieses Meisterwerk war ihnen beiden nicht vergönnt. Nicht beim Kruschinkata. Aber sein Opfer war unausweichlich.

Doch irgendetwas kam... Dorn konnte es fühlen. Niemals hatte sein Gefühl ihn betrogen... das Zucken des Augenliedes... der leichte Schmerz in der linken Handfläche, welche nur aus Narbengewebe bestand... weil er sie zweimal in das Feuer der Opferung gehalten hatte, um seinem Gott die Ehre zu erweisen, und um Macht zu erbitten... ein Preis, den er gerne bezahlt hat. Irgendetwas kam. Und dies gefiel ihm nicht.

"Yas... wir bekommen Besuch. Ich halte sie auf... beende es."

Und in diesem Moment begannen die Schreie des Bebilith... dann waren es Kampfgeräusche, die zu hören waren. Etwas kam. Etwas war dort. Fester nahm er seinen Streithammer in die Hand. Vielleicht würde er heute doch noch gebraucht werden... vielleicht würde er heute doch noch Knochen brechen müssen.

Dann... wurde es leise. Der Kampf war beendet worden. Hatte die Bebilith gesiegt? Nein, da kamen sie schon... viele Schritte. Viele Leute. Eine ganze Expedition! Und ein jeder von ihnen Kampfbereit, als ob all die Strapazen davor sie nicht im mindesten aufgehalten hätten. Dorn fluchte. Sie konnten sie nicht aufhalten... nciht mehr jetzt... nicht kurz vor dem Sieg! Dem endgültigen Sieg!

Er erhob sich, kam auf sie zu. Was haben wir denn da... lauter Fernkämpfer... schon flog der erste Bolzen an ihm vorbei auf Yas. Sie würde klar kommen, da war er sicher. Da! Eine Zergin mit Streitkolben und Schild. Und sie rief die Gunst ihrer Götter an... sollte sie sehen, was sie davon hatte...

Den Hammer erhoben stürmte er auf sie zu, bereit, sie mit seiner unglaublichen Kraft einfach zu zerschmettern, und zu Klump zu schlagen. Sein bester Zaubertrick: Verwandle Zwergin in Matsch... er wollte gerade loslachen, über seinen alten eigenen Witz, während er den "Zauber" einsetzte, doch da traf ein Bolzen seinen Helm, seine Metallmaske... und fegte sie ihm vom Kopf. Ein dumpfer Schmerz fuhr ihm durch den Kopf, kurz war ihm schwindelig, er konnte nichts sehen... und so konnte die Zwergin seinen Hieb parieren, überlebte den Schlag, der schon Ogerschädel zum platzen gebracht hatte. Ein Pfeil kam von der einen Seite, während der Untote Diener seiner Frau an ihm vorbeipreschte, um sich in die Fernkämpfer zu stürzen, und seine Sukubus irgendetwas kleines rechts von ihm attackierte... und eine Art Schattenwesen auftauchte, ein Untotes Wesen, wie er wusste. Wild tauschten er und die Zwergin Hiebe aus, doch ein Bolzen traf seinen Kampfarm, und so traf er wieder nicht so, wie er es gewohnt war. Ein Pfeil durchbohrte seine Rüstung, drang in sein Fleisch, doch er war nicht bereit aufzugeben. Seine Frau sprang neben ihn, bedrängte die Zwergin mit ihrem Streitflegen, verschaffte ihm Luft, während ein Rapier sein Ziel in seinen Leib fand. Ein weiteres Skelett tauchte auf, stürzte sich auf die Sukkubus, während das erste Skelett von Yas verschwand, zerstört durch einen Priester, noch ein Priester... wie viele waren denn nur gekommen, um sie aufzuhalten? Ganz Fürstenborn?

Müder wurde er... immer müder... die Überzahl war zu groß. Mit einem halbherzigen Schlag fegte er einen der Kontrahenden zur Seite, gegen eine Schleimige Wand, wo er reglos liegen blieb... die Zwergin und Yas wälzten sich über den Boden, wobei die größere Kraft und Masse der Zwergin für sie sprach. Dorn wollte mit einem Hieb sie von seiner Frau hieben, doch da traf ein weiterer Bolzen, ein weiterer Pfeil seinen Leib. Zu viele auf einmal.. viel zu viele auf einmal.

"IA! IA na Ghanadaaaarr!"

schrie er ein letztes mal, und sein Schild überzog sich mit einem grünen Schleim, von seiner Hand ausgehend.... er schlug mit Hammer und Schild um sich, im Versuch möglichst viele damit zu berühren... ein schrecklicher Fluch sollte sie treffen, sie alle! Man konnte sie nicht mehr aufhalten... das Ziel war so nahe!

Und dennoch... und dennoch... langsam ging er zu Boden... die Unheilige Kraft verließ ihn. Es war vorbei. Es waren zu viele. Nichts konnte sie aufhalten. Nichts.

Ein letztes mal bäumte sich Dorn noch einmal auf... doch dann schnitt man ihm die Kehle auf... und ließ ihn langsam ausbluten, wie ein Tier, was geschlachtet werden sollte. Und mit seinem letzten Atemzug, verging auch Yas, seine Frau.

Das Ende des Dornenweges war erreicht.

Oder...?

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